Experience Of Music feat. Anna Projekt – „Wir werden hier jetzt tanzen“: Zwischen Eurodance-DNA und Synthwave-Magie
Wenn ein Act wie Experience Of Music nach rund drei Jahrzehnten im Musikgeschäft neue Wege einschlägt, darf man gespannt sein. Das Kölner Eurodance-Team, bekannt für Kollaborationen mit Szenegrößen wie den Outhere Brothers, 20 Fingers oder Loft, präsentiert mit „Wir werden hier jetzt tanzen“ einen spannenden Ausflug in die Welt des Synthwave – ohne dabei die eigene Handschrift zu verlieren.
Der weltweite Release erfolgt am 20.02.2026 auf dem bandeigenen Label experience of music Tunes Germany, vertrieben über Ditto – und das gleich in fünf verschiedenen Versionen.
Retro-Vibes treffen Dancefloor-Energie
Schon nach den ersten Takten wird klar: Hier verschmelzen zwei musikalische Welten. Der warme, nostalgische Synthwave-Sound mit seinen schimmernden Flächen und pulsierenden Basslines trifft auf die unverkennbare Eingängigkeit, für die Experience Of Music seit jeher steht.
Wer die 90er-Eurodance-Ära miterlebt hat, wird dieses Gespür für Hooklines sofort wiedererkennen. Doch statt klassischer Dance-Vocals erwartet uns diesmal eine besondere Note: Anna Projekt, Spoken-Word-Künstlerin mit markanter Präsenz, verleiht dem Track eine hypnotische Tiefe. Ihre Stimme wirkt wie ein poetischer Kontrapunkt zur treibenden Produktion – kühl, klar und zugleich emotional aufgeladen.
Das Ergebnis? Ein Song, der sowohl im Club als auch auf nächtlichen Autofahrten funktioniert.
„Wir werden hier jetzt tanzen“ – Mehr als nur ein Titel
Der Titel klingt wie eine Ansage – und genau das ist er auch. Der Track entfaltet eine fast mantrische Energie. Er fordert nicht auf, er erklärt. Hier wird getanzt. Punkt.
Gerade in Zeiten, in denen elektronische Musik zwischen Retro-Trend und TikTok-Kurzlebigkeit schwankt, fühlt sich dieser Song angenehm entschlossen an. Experience Of Music bleiben ihrer Linie treu: eingängig, tanzbar, aber nie beliebig.
Die Synthwave-Elemente bringen frischen Wind ins Klangbild, ohne die Dancefloor-Wurzeln zu kappen. Man hört die Erfahrung von Produzenten, die wissen, wie man Spannung aufbaut, Drops vorbereitet und Refrains so platziert, dass sie im Ohr bleiben.
Fünf Versionen für unterschiedliche Vibes
Dass der Release in gleich fünf Versionen erscheint, zeigt den Anspruch des Projekts. Ob Extended Mix für DJs, kompakter Radio Edit oder alternative Interpretation – hier wird dem Song Raum gegeben, sich in verschiedenen Kontexten zu entfalten. Ein kluger Schachzug in einer Zeit, in der Streaming-Strategien genauso wichtig sind wie kreative Visionen.
Mut zur Weiterentwicklung
Als Musikbegeisterter empfinde ich diesen Schritt als erfrischend konsequent. Statt sich auf früheren Erfolgen auszuruhen, wagt das Team einen stilistischen Perspektivwechsel – ohne die eigene Identität zu verwässern.
„Wir werden hier jetzt tanzen“ ist kein nostalgischer Rückblick, sondern ein selbstbewusstes Statement. Synthwave trifft auf Eurodance-Erfahrung, Spoken Word auf Club-Atmosphäre. Und ja – man will tatsächlich tanzen.
Am 20. Februar 2026 heißt es also: Lauter drehen, Lichter dimmen und genau das tun, was der Titel verspricht.
